Fischen auf Rügen 2010 – Teil 5

Donnerstag. Die Sonne lacht endlich vom Himmel.

Eine Frage die uns schon die ganze Zeit verfolgt ist: „Was machen wir mit eventuell gefangenen Fischen“. Leider hatten wir kein Tiefkühlfach im Appartement. Und inzwischen war die Frage in Anbetracht der 9 Hornfische schon dringlich. Wie ich vorher bei Fishing-for-Men gelesen habe schmecken Hornhechte geräuchert am besten. Schon am Mittwoch Abend bin ich zu einem Räucherladen in Binz und wollte fragen ob sie mir die Hornhechte räuchern aber bis die geputzt waren hatten die schon zu. Also gleich in der Früh nochmal hin und man sah schon von weitem, daß gerade geräuchert wurde. Meine Bitte die Hornhechte zu räuchern wurde zuerst mal abgelehnt denn man sei schon fertig mit dem räuchern. Ich muß dann aber doch so verzweifelt ausgesehen haben, daß sich der Räucherer meiner und der Fische erbarmte und ich ihm die Hornhechte bringen konnte.

Bis um halb vier hatten wir jetzt Zeit fischen zu gehen. Zuerst steuerten wir Seedorf an weil wir hörten, daß wir dort ein Boot mieten können. Dort angekommen gab es zwar einen Hafen aber weder Boote die nach Mietboot aussahen noch jemanden der uns ein Boot vermietet hätte. Oder den man wenigstens danach fragen hätt‘ können.

 

Möglicherweise hätten wir mit dem Mietboot eh keine Freude gehabt:

Nachdem in dem Hafen auch fischen verboten war machten wir uns weiter auf den Weg. Nach Reddevitz. Auf einer unbefestigten Straße näherten wir uns dem Wasser. Und ich muß sagen, eine wirklich super schöne Gegend.

Überhaupt gibt es auf Rügen viel Gegend. Schöne Gegend. Maria machte es sich mit einem Buch in einem Klappsessel bequem.

Ich schnappte mir die Fibunacci und meinen Popper und fischte mal die Wasseroberfläche ab.

Mit Blinkern oder gar Wobblern ging nicht viel da durch das rauhe Wetter der letzten Tage sehr viel Tang und Algen im Wasser schwammen und man mit jedem Wurf sofort so viele Algen im Schlepptau hatte, daß das nichts brachte. Hier wäre ein Boot jetzt super gewesen da sich die Algen vor allem am Ufer herumtrollten. Andere freuten sich wieder über viele Algen. Denn mit den Algen wird auch Bernstein ans Ufer gespült und man sah viele Leute Bernstein suchen.

Ohne Zupfer fuhren wir wieder ein Stück weiter. Nach Muglitz. In Muglitz soll eine gute Angelei auf Hecht und Barsch möglich sein. Muglitz präsentierte sich auch wundervoll mit einemkleinen aber feinen Steg.

In Muglitz ist sicher eine feine Fischerei möglich. Aber nicht ohne Wathose. Wie uns der Kollege, welcher weit mit seiner Wathose in den Bodden waten konnte, eindrucksvoll bewies.

Also wieder ein Stück weiter gefahren nach Lauterbach zum Hafen. Durch den Bahnhof erreicht man das Ende der Mole. Dort probierte ich mit verschiedenen Ködern mein Glück.

Leider ohne Erfolg und so blieb ich an diesem Tag schneider denn schön langsam mußten wir wieder zurück nach Binz. In Binz haben wir die Mädls abgeholt und sind weiter zur Räucherei. Inzwischen sollten ja die Hornhechte geräuchert sein. Und das waren sie auch, wunderschön goldgelb präsentierten sie sich.

Wir waren schon sehr gespannt wie so wohl schmecken würden. Nachdem sie ja gleich geräuchert wurden und nicht vorher in einer Salzlake eingelegt waren rechneten wir damit sie nachsalzen zu müssen.

Aber dieser Gedanke bestätigte sich nicht. Sie schmeckten ohne jedes Salz einfach fabelhaft.

Gestärkt durch unseren eigenen Fisch gingen wir schlafen und fieberten dem kommenden Tag entgegen. Denn morgen war Hochseefischen auf Dorsch angesagt. Doch das ist eine andere Geschichte.

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