26. Juli 2010

How to: Ringe anwickeln

Nachdem der Griff samt Rollenhalter aufgebaut ist geht es daran die Ringe an den Blank zu wickeln. Auch die Winding-Checks werden mit Wicklungen versehen sowie der Hakenhalter angewickelt, so vorhanden.

Bevor es ans Wickeln geht werden die Ringe dafür vorbereitet. Die Ringfüße müßen gut am Blank aufliegen und eventuell muß hier noch zurecht gebogen werden. Außerdem müssen die meisten Ringe angeschliffen werden. Dabei wird der Ringfuß so bearbeitet, daß ein möglichst flacher Anstieg von Blank zu Ringfuß erreicht wird. Das sieht erstens besser aus und ist zweitens beim Wickeln extrem wichtig. Ist dieser Übergang zu steil bekommt man keine vernünftige Wicklung hin.

Aufs saubere entgraten nicht vergessen.

Bei schwarzen Ringen hat man jetzt einen hell glänzenden Teil. Man kann den mit einem Edding schwärzen. Dann darf man allerdings die Wicklung nicht mehr mit Alkohol oder ähnlichen reinigen (vor dem lackieren) weil sich sonst der Edding auflöst und die Wicklungen schwarz verfärbt.

Die bearbeiteten Ringe werden dann an der richtigen Position am Blank angetaped.

Beim Wickeln gibt es viele Möglichkeiten das zu tun mit Zierwicklungen am Rand, Zierwicklungen in der Mitte, Unterwicklungen, etc. Ich zeige hier mal – ohne Ring – wie grundsätzlich so eine Wicklung funktioniert.

In dem Beispiel wird von rechts nach links gewickelt. Der Ringfuß würde hier auf der linken Seite stehen. Das Prinzip  ist aber auch für andersrum genau das gleich.

Zuerst geht es darum den Anfang der Wicklung zu fixieren. Dazu werden großzügig von rechts nach links ein paar Windungen auf den Blank gewickelt. An der gewünschten Stelle (Wicklungsanfang) wird dann der Faden überkreuzt.

und in weiterer Folge ein paar Windungen gewickelt. Dabei wird der Faden der von rechts kommt überwickelt.

Dadurch wird der Faden gehalten. Ist das getan kann der überwickelte Faden abgeschnitten werden. Dazu nimmt man am besten eine scharfe Rasierklinge oder ähnliches. Am Foto ist das Fadenende übertrieben lange um es besser zu sehen.

Dann wird solange weitergewickelt bis man ca. 4-6 Windungen vor dem gewünschten Ende angelangt ist.

Eventuelle Abstände zwischen den einzelnen Windungen kann man mit dem Fingernagel zusammenschieben.

Ist man am gewünschten Punkt angelangt nimmt man eine bereits vorbereitete Schlinge aus dünnem Nylon (Angelschnur) oder auch aus Garn zur Hand. Ist die Schlinge aus Garn muß man aufpassen, sie zerreißt nach einiger Zeit Verwendung und wenn das in einem blöden Moment passiert muß man die Wicklung nochmal machen.

Diese Schlinge wird jetzt unter die Wicklung gelegt. Aufpassen auf die richtige Richtung der Schlinge, den Knopf kann man später nicht unter dem Garn durchziehen.

Die Schlinge wird jetzt 4-6mal mitgewickelt. Soweit halt die Wicklung gehen soll. Achtung, zu viele Wicklungen über die Schlinge machen es dann unmöglich die Schlinge noch vernünftig rauszuziehen.

Jetzt wird der Wicklungsfaden mit einem Finger festgehalten damit sich die Wicklung nicht löst, abgeschnitten und das Ende durch die Schlinge gesteckt.

Und dann wird die Schlinge wieder rausgezogen und dadurch das Fadenende unter der Wicklung durchgezogen.

Der Faden wird dann möglichst knapp abgeschnitten. Auch hier wieder mit einer scharfen Rasierklinge. Man muß aber höllisch aufpassen nicht in die vorhandene Wicklung hineinzuschneiden. Überstehende Reste können mit einem vorbei geführten Feuerzeug abgebrannt werden.

Voila, fertig ist die erste Wicklung!

Und Ringe wickeln ist das selbe in Grün:

Der Ring wird angetaped und dann einfach weiter auf den Ring gewickelt.

Der Abschluß wie vorher gezeigt. Der Faden wird auf der dem Angler abgewendeten Seite durchgezogen.

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